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Gase und ihre Anwendung


 

Gase, die bei Lichtbogenverfahren verwendet werden:

Gase, die bei Lichtbogenverfahren verwendet werden
 
Schutzgase oder Schutzgasgemische werden beim Schweißen eingesetzt, um den Nahtbereich vor Luftzutritt zu schützen und/oder eine aktivierende Wirkung im Schweißbereich auszuüben.

Eine weitere Aufgabe kann der Wurzelschutz (Formiergas) beim Schweißen sein.

Gase, die wesentlich schwerer als Luft sind, z.B. Argon (1,4-mal), Formiergas und Kohlendioxid (1,5-mal), können in Vertiefungen oder engen Räumen (Behältern) zur Verdrängung der Atemluft führen.

Stickstoff (N2) ist etwas leichter als Luft und wird in Mischung mit Wasserstoff als Formiergas zum Wurzelschutz benötigt.

Wasserstoff (H2) ist viel leichter als Luft und kann zu Bränden und Explosionen führen.

Formiergas mit mehr als 10% H2 muss gefahrlos abgeführt oder abgefackelt werden.

Werden zum Spülen von Behältern Formiergase mit mehr als 4% H2 verwendet, kann sich im Behälter ein explosionsfähiges Gemisch bilden, solange der O2-Gehalt durch unvollständiges Spülen oder unkontrollierten Lufteintritt, z. B. durch Nahtspalte, nicht unter 4% gesunken ist. Um Schäden zu vermeiden ist es daher zweckmäßig, den O2-Gehalt im Behälter vor Schweißbeginn festzustellen.

Sauerstoff (O2) fördert die Verbrennung und führt schon bei geringer Anreicherung in der Luft zum Sinken der Zündtemperatur, zu einer gefährlichen Beschleunigung von Verbrennungsvorgängen und macht selbst schwer entflammbare Stoffe leicht entzündlich.

Gasführende Teile und Lichtbogenbrenner müssen bei Arbeitsunterbrechungen wie z. B. Frühstückspause, Mittagspause und Schichtwechsel, aus Vertiefungen, Behältern oder engen Räumen entfernt werden, um gefährliche Ansammlungen von Schutz- und Plasmagasen sicher zu vermeiden.


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